Freischwinger

Ein Stuhl ohne Hinterbeine ist ein Freischwinger.

Ein Freischwinger Stuhl verzichtet auf die Hinterbeine.

Bei einem Freischwinger besteht die Grundkonstruktion aus einem Rahmen, dessen Stabilität genau berechnet ist. Der Rahmen muss einerseits ein sicheres Sitzen gewährleisten, andererseits das Schwingen ermöglichen und zum dritten ausreichend bruchfest sein. Das Prinzip des Freischwingers ist je nach Auffassung eine konstruktive Eigenschaft oder ein Designmerkmal. Viele Stuhlarten sind als Freischwinger erhältlich. Als Rahmenmaterial ist Stahl üblich, Alternativen sind Holz und Kunststoff. Für Sitzfläche und Rückenlehne bestehen keine Einschränkungen.

Die wesentliche Eigenschaft dieser Stühle besteht im Schwingen. Beim Setzen gibt der Rahmen nach, federt ein und schwingt. Bei jeder Bewegung auf dem Stuhl, bei jedem leichten Umsetzen schwingt der Stuhl - je nach Konstruktion etwas mehr oder weniger. Bei Freischwingern mit hohen Lehnen hat man den Eindruck, der ganze Stuhl biegt sich nach hinten. Ein ähnliches Sitzgefühl erhält man sonst nur auf Bürostühlen, die federnd gelagert sind und eine variable, nachgebende Rückenlehne besitzen - allerdings benötigen diese dafür aufwendig konstruierte Dämpfersysteme.

Mit dem Freischwinger beim Kippeln nach hinten zu fallen, ist genauso schwer, wie bei einem klassischen Stuhl mit Hinterbeinen.

Die Konstruktion lässt sich auf viele Stuhlarten anwenden. Gartenstühle, Hocker, Küchen- und Esszimmerstühle, alle gibt es als Freischwinger. Bei den (Mehrzweck-) Objektstühlen sind sie aber besonders beliebt. Den Komfort der "Federung" kann man auf andere Weise nicht so leicht erreichen, ausserdem besitzen die Stühle ein unübliches Design.

Der Nachteil der Freischwinger besteht darin, dass das Sitzgefühl nicht jedem Menschen behagt. Das Schwingen und die Abwesenheit der hinteren Stuhlbeine führt manchmal zu einem Gefühl der Unsicherheit, zu einer Angst vor dem Kippen.


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